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Unter Torsionsschwingung versteht man die periodische Änderung des Drehmoments in Abhängigkeit von der Zeit. Torsionsschwingungen treten häufig im Zusammenhang mit Resonanzerscheinungen auf, nämlich wenn die Torsionseigenschwingung einer Welle oder eines Antriebsstrangs angeregt wird. Außerdem können technologisch bedingte oszillierende Kräfte qualitativ und quantitativ bestimmt werden.
An der zu untersuchenden Welle werden Messstellen definiert. Die Welle wird in diesem Bereich gereinigt. Es werden Dehnmessstreifen aufgeklebt. Diese werden mit der Rotorelektronik und der Antenne verdrahtet. Für diese Arbeiten ist es erforderlich, die Welle etwa vier Stunden stillzusetzen und weitestgehend schmutzfrei zu halten.
Die Datenübertragung erfolgt drahtlos, die Stromversorgung mittels Batterie oder für Langzeitmessungen induktiv. Die Datenaufzeichnung erfolgt mittels PC.
Im Hause GfM erfolgt die Verarbeitung der Messdaten. Je nach Diagnoseaufgabe beinhaltet dies
- die frequenzselektive Bewertung der aufgezeichneten Signale,
- die hochauflösende Beurteilung einzelner interessanter Zeitabschnitte,
- die Bildung von Wasserfalldiagrammen zur Visualisierung von Hoch- und Auslaufvorgängen,
- die Erstellung eines Resonanzschaubilds oder
- die Untersuchung der Korrelation des Drehmomentsignals mit Referenzgrößen, beispielsweise mit der Motorleistung.
Es wird ein Messbericht erstellt, der alle Beobachtungen sowie Handlungsempfehlungen enthält. Auf Wunsch werden alle Messergebnisse in digitaler Form übergeben.
Technische Voraussetzungen:
- Für die Applikation der Messstellen muss ein homogenes Stück Welle auf ca. 20 mm zugänglich sein.
- Für die Datenerfassung benötigen wir außerdem einen 230 V-Netzanschluß oder eine 12 V-Gleichspannungsversorgung.
- Für die Applikation benötigen wir einen Stillstand von ca. 4 Stunden pro Messstelle.
- Für die Deinstallation der Rotorelektronik benötigen wir einen Stillstand von ca. 10 Minuten.

© GfM Gesellschaft für Maschinendiagnose mbH
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